Erfahrungen/Tipps

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Tipps für die Geburt:

Eine Schwangerschaft ist eine bedeutende Veränderung im Leben einer Familie, ganz besonders natürlich auch im Leben einer jeden Frau.

Ein Kind groß zu ziehen bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Diese Verantwortung beginnt natürlich schon vor der Geburt. Doch ganz besonders während der Geburt stellt sich jede werdende Mutter in hohem Maße dieser übernommenen Verantwortung. Denn dort ist sie es, die die Kraft für sich und ihr Kind aufzubringen und Schmerzen zu tragen hat.

Um den Geburtsvorgang dennoch als das wahrzunehmen, was er ist, nämlich ein großer Segen und eines der freudigsten Ereignisse, das eine Frau erleben darf, ist Bewusstheit wichtig.

Auch wenn der Weg von der ersten Wehe bis zur Niederkunft nicht immer leicht sein kann, so ist es doch wichtig, sich immer wieder auf das Kind zu freuen, sich immer wieder daran aufzurichten, dass dieses besondere und freudige Ereignis bevorsteht und dass man es erleben darf. Dies ist nicht jeder Frau vergönnt.

Die Zeit der Wehentätigkeit ist eine aussergewöhnliche Herausforderung. Genau so stark zu sein, wie es die eigene Mutter in dieser Phase der eigenen Geburt auch sein musste, ist für viele Gebärende ein motivierender und hilfreicher Gedanke, den es anzunehmen gilt.

Jede Frau erlebt den Vorgang der Geburt anders, jedes Empfinden ist einzigartig und individuell. Eine Geburt lässt sich nicht planen. Und nicht automatisch wiederholt sich, was beispielsweise eine Freundin erlebt hat oder was in den Medien gezeigt wird. Dies führt nur zu Unsicherheiten, zu falschen Erwartungen und ist letztendlich wenig hilfreich.

Deshalb ist es unerlässlich, sich nicht von Freunden oder Bekannten beeinflussen zu lassen. Natürlich ist ein Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten nicht falsch, sondern wichtig und selbstverständlich. Aber lassen Sie sich nicht durch Gespräche verunsichern.

Sprechen Sie über Ihre Sorgen und Ängste mit der Hebamme Ihres Vertrauens. Gemeinsam können wir schon viele Unklarheiten im Gespräch ausräumen, positive Aspekte hervorstellen und so eine gemeinsame Vertrauensbasis für eine stress- und angstfreie Geburt finden.

Tipp für das Stillen und die Zeit nach der Geburt:

Auch die Stillzeit ist eine individuelle Angelegenheit. So wie jedes Kind einzigartig ist, so verläuft auch kein Stillvorgang nach einem vorgegebenen Schema. Es ist ratsam, dass jede Mutter, jeder Vater wieder mehr beobachtet und auf diese Weise versucht, individuelle Bedürfnisse des Kindes zu erkennen.

Jede Stillzeit, so lehrt uns die Erfahrung, enthält Höhen und Tiefen. Meist braucht die Mutter vier Wochen um einen Stillrhythmus entwickelt zu haben. Und meist bedarf es nur etwas Geduld, bis sich eine gewisse Routine eingestellt hat.

Genau so braucht es Zeit nach der Geburt, sich auf das Kind einzustellen. Deshalb ist es wichtig all die neuen Herausforderungen in Ruhe und mit Geduld anzugehen.

Es ist davon abzuraten, das Neugeborene mit zu vielen Besuchern zu überreizen, wenn man aus der Klinik entlassen wurde. Für die Kinder bedeutet diese Reizüberflutung Stress. Die frisch gebackenen Eltern sind gut beraten, sich Zeit zu nehmen, um ihr Kind erst einmal in Ruhe selbst kennen zu lernen.

 

Tipps zu Pflegeprodukten:

Hier gilt ein weiser Spruch mehr denn je - "Weniger ist mehr!"

Verwenden Sie Produkte ohne Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Parraffinöle (Mineralöle) und ohne Parabene/Silikone. Ein Bad mit Olivenöl beispielsweise tut es auch und ist herrlich für die zarte Babyhaut. Und mit evtl. etwas Muttermilch ergänzt, darf das Neugeborene ein wohltuendes sogenanntes "Cleopatrabad" genießen.

 

Tipps zur Pflege:

Neugeborene/Säuglinge möchten gerne den Nestbau wie im Mutterleib empfinden. Dazu empfehle ich das "Pucken". Pucken ist eine einfach zu erlernende Wickeltechnik, die in den ersten Lebensmonaten angewendet wird und bei der man das Baby in ein Tuch wickelt.

Pucken gibt den Kindern ein sicheres Gefühl, Wärme und Geborgenheit, sowie ein Gefühl des Nestschutzes.

 

Nützliches:

Ein Kirschkern-,Traubenkern- oder Dinkelkissen sollte in einem jungen Elternhaus nicht fehlen! Ob gegen kalte Füße oder einen unruhigen Bauch - dieses kleine Kissen ist stets eine gute Hilfe.